Entwurf für mögliche Aspekte von XR-Anwendungen „Räumliche Anordnung im OP“ und „Handhabung der OP-Instrumente“

Partizipatives Brainstorming: Kollaborative Technikentwicklung von Beginn an

Im Projekt ERTRAG gestalten wir in Zusammenarbeit mit künftigen Nutzer:innen menschzentrierte neue Arbeitssysteme, die durch XR-Anwendungen unterstützt werden. Am 04. August 2025 nahmen Vertreter:innen der Anwendungspartner Stryker Trauma GmbH und Universitätsklinikum Heidelberg am ILAG-Workshop „Partizipatives Brainstorming“ teil.

Mitarbeitende der Berufsgruppen Operationstechnische Assistenz, Arzt/Ärztin in der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie (Orthopädie) sowie Entwicklung und Vertrieb eines Hüftfraktur-Nagelsystems trafen sich virtuell, um erste Ideen für den Einsatz von XR-Anwendungen in Entwicklung, Vertrieb, Schulung und Einsatz von Hüftfraktur-Nagelsystemen zu entwickeln.  In einer ersten Phase waren auch scheinbar unrealistische Wünsche für die aus Sicht der Mitarbeitenden ideale XR-Unterstützung willkommen. Es wurden insgesamt 29 Ideen gesammelt aus den Bereichen Ausbildung/Schulung, Komplexe OP-Situation, Logistik/Beschaffung/Bestand, Produktpräsentation und Produktentwicklung.

In einer zweiten Phase wurden diese Ideen anschließend visuell umgesetzt: wie könnte eine passende Anwendung aussehen, welche Ressourcen wären nötig, welche Schritte erforderlich? Hier entstand die abgebildete Skizze, in der die Perspektive des Arztes/der Ärztin und das Instrumentarium im OP im Fokus standen.

Die dritte Workshop-Phase diente der Diskussion mit den Kollegen von Fraunhofer FIT und World of VR, welche Aspekte des Entwurfs sich aus technischer Sicht realisieren ließen und welche Veränderung gegebenenfalls dazu an dem Konzept vorgenommen werden müssten. Wie sich herausstellte, bewegte sich die gesamte Idee im Bereich des prinzipiell Umsetzbaren – gerade die avancierten Möglichkeiten der räumlichen Darstellung und Immersion mittels XR-Technologien kommen den Wünschen der Teilnehmenden offenbar ideal entgegen. 

Die Ergebnisse des PB bilden einen ersten Möglichkeitsraum für die technische Entwicklung. Nach Abschluss der Ist-Analyse, die noch personenbezogene und organisatorische Details – u. a. die Belastungssituation in den betrachteten Unternehmens- bzw. Klinikbereichen – erhebt, werden die Szenarien und Anforderungen aus mensch-, technik- und organisationsbezogener Sicht entlang der jeweiligen Arbeitsaufgaben in weiteren Workshops ausdetailliert.